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Aktuelle Informationen des BS GUV zur Pandemie

Tastatur mit dem Wort Coronovirus in rot

© Adobe Stock

Der BS GUV unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten alle Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Verbreitung. Zum Schutz unserer Versicherten und Beschäftigten reduzieren wir direkte persönliche Kontakte. Ihre bekannten Ansprechpartner sind aber selbstverständlich weiterhin telefonisch oder per E-Mail für Sie erreichbar.

Unsere Schutzmaßnahmen sind aktuell wie folgt:

1. Publikumsverkehr in unseren Räumlichkeiten sowie Außendiensttermine vor Ort 

Unsere Räumlichkeiten sind bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Außendiensttermine in der Präventions- oder Rehabilitationsberatung finden derzeit nicht statt. Kontaktieren Sie bitte Ihre bekannten Ansprechpartner, um bei Bedarf weitere Schritte abzustimmen.

2. Erreichbarkeit unserer Zentrale 

Falls Sie noch keinen persönlich bekannten Ansprechpartner in unserem Haus haben, erreichen Sie unsere Zentrale Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 14:00 Uhr unter unserer zentralen Rufnummer 0531 27374-0. Ihre Anfrage wird entgegengenommen -  bitte geben Sie uns eine Rufnummer und möglichst eine E-Mail-Adresse an, an die wir unsere Antwort richten können. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen. Außerhalb der vorgenannten Zeiten erreichen Sie unsere Zentrale über folgende Notfall-Rufnummer (Mobilfunk) 0151 23413893. Diese Rufnummer ist für Notfälle vorgesehen, nicht für allgemeine Anfragen und Auskünfte. Für allgemeine Anfragen nutzen Sie bitte auch die E-Mail-Adresse infobs-guv.de.

3. Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz bei Erkrankung mit COVID-19?

Die Infektion mit COVID-19 stellt eine „Allgemeingefahr” dar (Einstufung als Pandemie durch WHO seit 11.03.2020), d. h. es liegt kein Arbeitsunfall vor, wenn sich eine Versicherte/ein Versicherter auch außerhalb seiner versicherten Tätigkeit zur selben Zeit und mit gleicher Schwere angesteckt haben könnte.

Ist die COVID-19-Erkrankung jedoch nachweislich infolge einer besonderen beruflichen Betroffenheit eingetreten, kann ein Arbeitsunfall vorliegen, bei dem gesetzlicher Unfallversicherungsschutz besteht.

Als einschlägige Berufskrankheit (BK 3101) kann die COVID-19-Erkrankung anerkannt werden, wenn sie bei einer/einem Versicherten auftritt, die/der infolge der Ausübung ihrer/seiner beruflichen Tätigkeit in bestimmten Bereichen einer gegenüber der allgemeinen Bevölkerung wesentlich erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt war. Dies betrifft zum Beispiel Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder im Laboratorium.

Welche Pflichten bestehen in Erkrankungsfällen, um Versicherungsschutz zu erhalten?

Eine Unfallanzeige ist bei einer COVID-19-Erkrankung nicht zu erstatten.

Die Pflicht zur Anzeige eines Versicherungsfalls durch den Unternehmer (Arbeitgeber) richtet sich nach § 193 Abs. 1 SGB VII. Sollten Sie als Arbeitgeber nach nachgewiesener Infektion (positiver Testung) und Krankheitszeichen bei einer beschäftigten Person vermuten, dass der Infektionsweg über die berufliche Tätigkeit erfolgte, ist eine Unfallanzeige unter Angabe der Indexperson und dem vermuteten Übertragungsweg zu erstatten.

Bei Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit nach Nr. 3101 (Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war) ist eine Berufskrankheiten-Anzeige beim BS GUV zu erstatten.
Bei Verdacht auf eine mögliche COVID-19-Erkrankung ist laut Empfehlung der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzfgA) das zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren, das die weitere Koordination übernimmt.

Unfallversicherungsschutz für Kinder am Arbeitsplatz der Eltern?

Kinder und Pflegekinder Ihrer Beschäftigten, die aufgrund fehlender bzw. Ausfall der üblichen Betreuungsmöglichkeiten mit zur Arbeit der Eltern genommen werden, stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Diesen erweiterten Versicherungsschutz bietet der BS GUV seit 01.01.2019, um Sie als Arbeitgeber bei der Gestaltung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen zu unterstützen.

Gerade in der aktuellen Corona-Ausnahmesituation kann diese Neuregelung mehr als hilfreich sein – in Ihrem Sinne und im Sinne Ihrer Beschäftigten.

4. Weitere wichtige Informationen für Versicherte und Mitgliedsunternehmen, die Sie nicht über andere Quellen erhalten, finden Sie hier.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!