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Unfallversicherungsschutz bei Impfungen

Auf einem Impfausweis liegen Würfel mit dem Wort Impfen

© Henrik Dolle / Adobe Stock

In der Regel sind ärztliche Behandlungen und Maßnahmen zur Gesunderhaltung dem privaten Interesse zuzuordnen und damit nicht unfallversichert, sofern diese Maßnahmen nicht durch Rechtsvorschriften (Gesetze, Verordnungen oder Unfallverhütungsvorschriften) vorgeschrieben sind. Das gilt zum Beispiel auch für die Grippeschutzimpfung, die viele Betriebe alljährlich ihren Beschäftigten anbieten. Mögliche gesundheitliche Folgen dieser Impfung fallen nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Aber gilt das auch für Corona-Schutzimpfungen im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit?

Sofern Impfung in einem direkten sachlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit stehen, können sie unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fallen. Dies könnte im Fall der Corona-Pandemie zum Beispiel für Beschäftigte in Krankenhäusern oder Alten- und Pflegeheimen gelten. Dort besteht eine erhöhte Infektionsgefahr bei der Arbeit. Es geht sowohl um den Schutz der Beschäftigten als auch um den Schutz Dritter und darum, die Funktionsfähigkeit der Einrichtungen überhaupt aufrecht zu erhalten. 

Allein ein Angebot von Impfungen im Betrieb oder ein Appell des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin an ihre Beschäftigten, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, reicht hingegen nicht aus, um einen direkten Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit zu begründen.